MOLA _Museum_of_Living_Artists ... go for ... KuenstlerTheorie + MedienTheorie: ... Panorama-Projekt ...

das aktuelle Skulpturen-Projekt finden Sie unter MOLA-Red-Green-Blue

Top .................................................... Karl-Friedrich Horn ... Michael Lingner ... Ute Gruenwald ... Christel Irmscher ... Ulrike Haussen ... Lore Hoener ... Ellen Wolff ...

Die letzte Version des MOLA-Projektes ist seit dem 17. Maerz. 02 vor Ort im Institut zu betrachten.

das Panorama ... 6. 61 x 2. 88 Meter ... die Phase 07 des MOLA - Projektes ist per Internet durch Karl-Friedrich Horn / Hamburg gestaltet worden.

AnSicht ... Das Kaiserpaar Kunigunde und Heinrich II. wird von Karl-Friedrich Horn ins Bild gesetzt. Mit lockerem Rueckgriff auf 1000 Jahre deutsche Geschichte prangen zwei runde Scheiben auf dem Panorama. Zwei bunte Glasfenster des Kaufunger Rittersaals sind malerisch uebertragen worden. Ausserdem ist ihnen eine Vergroesserung von 2,35 Meter Durchmesser widerfahren.

Dort, im selbst gegruendeten Nonnenkloster nahe Kassel, starb die Kaiserin und spaetere Heilige. Schwarz umrandet in klaren Farben sitzen die beiden Herrscher, jeweils im eigenen Kreis vor dem Schriftband - auf dem Ruebenberg - im Zimmer mit Aussicht schwebend oder liegend - neben kleinen Kreisen - vor einem noch ein wenig hervorlugenden zarten Linienvorhang.

Fuer sich ... Ueber eine Zeitungslektuere mit historischem Interesse wurde ein Bezug zum Ausstellungsort gesucht, gefunden und hergestellt. KF Horn sind die Daten und Vorgaenge im Februar des Jahres1002 ein Begriff. Denn zu dieser Zeit empfing Heinrich, noch Herzog in Bayern, den Trauerzug mit dem jung verstorbenen Kaiser Otto III. und machte seinen Nachfolgeanspruch deutlich, indem er die Reichinsignien an sich brachte. Seine Gemahlin Kunigunde wurde, nachdem er selbst seinen Anspruch auf den Koenigsthron umgesetzt hatte, gleichfalls in einem Salbungs- und Kroenungsakt zur Koenigin erhoben. 12 Jahre spaeter empfingen beide die roemische Kaiserkrone aus der Hand des Papstes. Das Wirken von Heinrich II. und Kunigunde richtete sich auf Machterhalt. Damit verbunden war der kirchliche Gedanke des Gemeinwohls, des Hegens und Pflegens, was sich auch in der Taetigkeit des kinderlosen Paares als Stifter zeigte. Das Grundstueck fuer das besagte Kloster in Kaufungen entstammt dem koeniglichem Besitz und war eine Geste der Dankbarkeit Kunigundens, die die heilige Stiftung gelobte, als sie schwer erkrankt war. Am ersten Jahrestag des Todes des in der Pfalz Grone bei Goettingen verstorbenen Heinrich tritt sie in die Benediktinerinnengemeinschaft ein.

FernGlas ... Aus der historischen Ferne werden die stilisierten Abbilder von Personen ins Bild geholt, deren Existenz urkundlich belegt und deren Leben von Heiligenlegenden umwoben ist. Dargestellt als Figuren im gesellschaftlichen Spiel von Engagement und Eigennutz, Macht und Kultur-Bewusstsein, mit Sitz und Schrift und Hund schirmen die idealisierten Maezene im Rittersaal mit medialem Leuchten die Welt des Klosters ab.

Ein Panorama soll eigentlich die Illusion einer Aussicht, eines Fernblicks schaffen. Die Schichtung als applikative Vorgehensweise beim MOLA-Projekt steht fuer eine andere Weite. Das nun abgemalte Motiv eines transparenten Glases ermoeglicht ebenfalls keinen Durchblick. Es verweist vielmehr auf die kleine Geschichte als Abfolge von Kuenstlern vor Ort. Koennte man alles durchschauen, muesste man sich nicht vorstellen Schicht um Schicht abzuziehen. Waeren die Arbeiten durchscheinend, wuerde sich ebenso alles ueberlagern. Erkennbar bleiben die Spuren am Rand.

Als kunigundiger Betrachter geht man sowieso dorthin, wo alles per Datensatz konserviert werden kann, ins Internet. Die einzelnen MOLA-Stationen sind keine virtuellen Konstruktionen. Oder sind sie vom jetzigen Standpunkt aus gesehen zu solchen geworden? Wie die Geschichte der heiligen Kunigunde, die man nur als gelungenste Version annehmen kann. Der scheinbar historische Rueckgriff ist also eigentlich ein medialer Vorgriff auf das Klischee von Kunstgeschichte - kuenstlerisch gesehen.


Top .................................................... Karl-Friedrich Horn ... Michael Lingner ... Ute Gruenwald ... Christel Irmscher ... Ulrike Haussen ... Lore Hoener ... Ellen Wolff ...

Diese Version des MOLA-Projektes war vom 3. Maerz. 02 vor Ort im Institut zu betrachten.

das Panorama ... 6. 61 x 2. 88 Meter ... die Phase 06 des MOLA - Projektes ist durch Michael Lingner / Hamburg gestaltet worden.

UeberBlick ... Eine Theorie-Schleife von Michael Lingner leitet das Panorama in eine konzeptionelle Kehre. Ein kunsttheoretisches Statement, das durch seinen Aufforderungscharakter fast schon ein Diktum der bildenden Kunst ist, streicht das Vorangegangene durch - ueberschreibt es. Der Text kann als Kommentar gelesen werden, dessen Aktualitaet immer wieder diskutabel ist, denn als Zitat entstammt er Lingners "Kunst als Projekt der Aufklaerung" (1990).

GrundLagen ... Die Gruende fuer die theoretische Ueberquerung liegen, verkuerzt gesagt, in der Suche nach Alternativen zu der vorherrschenden kuenstlerischen Praxis. Ausgehend davon, dass bspw.: - die idealistische Idee einer autonomen, reinen, zweckfreien Kunst fragwuerdig geworden ist, - andere Arbeitsfelder kuenstlerisch wie gesellschaftlich relevant sind, - ohne unabhaengige Finanzierung die Fortsetzung kuenstlerischer Produktion unwahrscheinlich ist, - Kunst qualitativ andere Kommunikationsformen evozieren, also selbst kommunikativ sein muss, - es um die Ueberwindung der konsumierenden Haltung und darum soziales Handeln als aesthetischen Prozess zu verwirklichen, stellt Lingner (1996) die Frage nach der "Kunst am Ende blosser Selbstbezogenheit?" und wirft weitere Fragen auf: "- Ist der vom Kuenstler geschaffene Gegenstand oder erst das, was mit ihm geschieht, ein "Werk"? Koennen wir ueberhaupt noch wissen, was das "Werk" ist? - Inwiefern laesst sich noch zwischen lebenspraktischen und rein aesthetischen Beduerfnissen unterscheiden? Werden sie inzwischen nicht gleichermassen kuenstlich geschaffen und befriedigt? - Warum sollte es weniger wert oder legitim sein, aesthetische Erfahrungen an Gebrauchsgegenstaenden zu machen, als an solchen Objekten, die entweder ausschliesslich Kunst oder aber gar nichts wert sind? Was spricht dagegen, dass sich aus einem zunaechst lebenspraktisch motivierten, ein aesthetisch interessiertes Handeln entwickeln kann? - Was sollte uns an der reinen Kunst, die ihre Zwecke nur verbirgt oder auch bloss benutzt wird, noch interessieren, ausser ihrer historischen Idee? Muessen aesthetisches Gefallen oder existenzielles Interesse weiter unvereinbar mit der Erfahrung von Kunst bleiben?"

KlaerBad ... Diese Fragen nach den Bedingungen von Kunst kommen aus dem Kunstbetrieb. Sie oeffnen den Diskurs zu einem aesthetischen Prozess, der einen derart erweiterten Kunstbegriff aufnimmt, dass der klassisch gebildete Betrachter ins Schwimmen geraet. Ziel der Aufklaerung ist es, ihm den Glauben an das autonome Werk zu nehmen. Stattdessen wird ein Kommunikationsangebot gemacht, Partizipation in Aussicht gestellt. Das Schriftbild an der Wand ist, als Zitat von Lingner selbst, durch den KunstKontext geschickt worden. Eine Karte mit gelber Schrift auf schwarzem Grund im gelben Feld, was an das Bernsteinglimmen der ersten PCs erinnert. Die MOLA-Version kunstforsch aufgezogen, auf ueber sechs Metern Laenge, verleiht dem eine andere aesthetische Dimension. Angesichts der buchstaeblichen Groesse, muessen aufrichtige Betrachter tatsaechlich Verantwortung uebernehmen, wenn sie ihre Einstellung zur Kunst und Gesellschaft ueberpruefen.


Top .................................................... Karl-Friedrich Horn ... Michael Lingner ... Ute Gruenwald ... Christel Irmscher ... Ulrike Haussen ... Lore Hoener ... Ellen Wolff ...

Diese Version des MOLA-Projektes war zum 17. Febr. 02 vor Ort im Institut zu betrachten.

das Panorama ... 6. 61 x 2. 88 Meter ... die Phase 05 des MOLA - Projektes ist durch Ute Gruenwald / Goettingen uebermalt worden.

ObjektBerg ... Mit dem Blick einer Malerin geht Ute Gruenwald an das Panorama heran. In naturalistischer Weise setzt sie einen Berg Rueben ins Bild. Die Feldfruechte werden vor die feingestreifte Wand, geradewegs ins Zimmer geschuettet. Die farbige Zeichnung ist stellenweise transparent. Die vorangegangenen Arbeiten scheinen hindurch und bilden den Malgrund. Die Hell-Dunkel-Schattierung lassen den Berg raeumlich wirken und verleihen ihm massive Praesens. Er steigt einmal auf die volle Bildhoehe an. Die Moeglichkeit, alles zu ueberdecken, wird durch das Prinzip der Anhaeufung auf der gesamten Horizontalen vorgefuehrt.

BedeutungsFeld ... Die Strategie der Ueberlagerung kann Poetisches wie Prosaisches hervorrufen. Die Konfrontation zweier Elemente aus unterschiedlichen Sphaeren: Innenraum / Aussenraum, Haeuslichkeit / Kulturlandschaft, oeffnet einen Bedeutungsraum. Fuer eine poetische Lesart der Motive: Tapete und Feldfruechte kann man assoziativ weitere Begriffspaare bilden: Erdigkeit - Sauberkeit, Wetter - Stube, Feldarbeit - Behaglichkeit, Schonung - Anstrengung. Es entsteht ein realistisch gebrochenes Klischee: Der Alltag im niedersaechsischen Landleben.

Behauptung ... Der Gestus, mit dem die Ernte eines Ackers ins Bild gebracht wird, wirkt aggressiv. Drastisch plastisch wird auf die konzeptionellen, medialen Vorgaben reagiert. Ein Votum fuer die (oft schon totgesagte) Malerei und die Reanimation des Realismus. Die Rueben haetten tatsaechlich zu jedem Zeitpunkt und ueber jedes Bild des Panoramas gemalt werden koennen, sofern die stoffliche Beschaffenheit dies zuliess, die Farbe nicht von der Wand sprengte. Auch dies spricht fuer den Durchsetzungswillen der Kuenstlerin, ebenso wie das Hineinbringen des Titels und eines Motivs einer Bildergruppe, an der sie schon laenger arbeitet.

SelbstBezug ... "Ich bin ein Ruebenberg" nennt Ute Gruenwald ihre Arbeit. Diese Betitelung schwebt in der Differenz zwischen Dominanz und Empathie, die ebenso fuer die Vorgehensweise vorort kennzeichnend ist. Indem die Kuenstlerin den Bildraum, mit ihren gemalten Objekten fuellt, setzt sie ihre Identitaet als Platzhalter fuer eine kuenstlerische Position ein. Ihre kuenstlerische Intention fuehrt noch einen Schritt weiter, denn sie sieht fuer sich eine "Art Identifikation" mit ihren Bildern: "Die Thematik dieser Bilder liegt ausserhalb meiner selbst. Aber als Maler bin ich auch gleichzeitig mittendrin in dem, was ich tue." Identifiziert sie sich mit dem Panorama, hat sie teil an jeder seiner spaeteren und frueheren Bearbeitungen. Das Spiel wird erweitert, wenn Ute Gruenwald vorschlaegt die Darstellung symbolisch aufzufassen: die einzelnen Rueben als einander gleiche und doch verschiedene Individuen und den gesamten Berg als gesellschaftliche Masse, die den Kontext zur Differenzierung erst hergibt. Ein humorvoller, heiterer Ton schwingt mit: das Motiv Ruebe als kuenstlerisches Argument.


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Die Version des MOLA-Projektes war zum 3. Febr. 02 vor Ort im Institut zu betrachten.

das Panorama ... 6. 61 x 2. 88 Meter ... die Phase 04 des MOLA - Projektes ist durch Christel Irmscher / Goettingen ueberarbeitet worden.

WandWechsel ... Das Panorama erhaelt seine Senkrechte zurueck. Mit einer begrifflichen Drehung bringt die bildende Kunsterlerin Christel Irmscher die vorherige Sicht, von oben auf ein imaginaeres Zimmer mit wild-gemalten Teppich, wieder ins Lot. Man blickt auf eine Wand. Sie ist tapeziert. Gemaltes wird durch Reales ersetzt. Mit der Tapete (von lateinisch tapis fuer Teppich oder Decke) ruecken das Wohnen und Einrichten, die Gemuetlichkeit und ihre Normierung material ins Bild.

AbSchirmung ... Das duenne Streifenmuster auf weissem Untergrund ueberdeckt nahezu das ganze Bild. Es bleibt jedoch ein Rahmen, indem Teile aus allen vorherigen Arbeiten sichtbar sind: Aussenmauern des Zimmergrundrisses, Farbtupfen, geweisselte Lochplatte und sogar kleine Ausschnitte von weissen Linien auf schwarzem Grund. Eine retroperspektivische Position: Die gruenen, roten, gelben, blauen Linien auf der Tapete - sie wirken wie mit dicken Filzschreibern gezogen - weisen zurueck auf den Linienvorhang, mit dem das MOLA eroeffnet wurde.Sie trivialisieren ihn. Eine simple Idee? Durch diese Art der kuenstlerischen Gestaltung erweist sich der Monitor, bereits waehrend der medialen Umsetzung und ganz deutlich bei der InternetBetrachtung, buchstaeblich als BildSchirm. Die duennen Farbfaeden erscheinen nahezu als Grauwerte und auch der weisse Grund vergraut, vergilbt.

BildSchichtung ... Eine Kaschierung soll Makel unsichtbar machen. Das Darunterliegende wird abgeschirmt und zum Geheimnis. Indem sie deckend ueberklebt, zieht Christel Irmscher ein Grundmuster fuer weitere Bilder auf. Um die Flaeche nicht nur freigeraeumt zu haben, sondern auch den Fortgang zu bestimmen, zeigt sie ein Motiv in dreifacher Ausfuehrung, klassizistisch à la grècque gerahmt: parallele Horizontale. Die Streifentapete wird noch einmal aufgenommen und mit freihand gezogenen Linien unterschiedlicher Farbe und Staerke ergaenzt. Die Schichtung der Bilder wird im Bild fortgesetzt und mit einer Borduere gezaehmt.

BlickBeschriftung ... Zur vorgefundenen kunstgeschichtlichen Blickrichtung Paris, markiert durch den Pfeil und die Aufschrift Eiffelturm, weist Christel Irmscher eine zweite, oertliche Angabe aus: den Gaussturm. Ein ansteuerbares Ausflugziel der Gegenwart, das in eigentuemlicher sechziger Jahre Aesthetik mitten im Wald an den grossen Mathematiker und Landvermesser erinnern soll.

Die Maeander-Rahmen stellen den Zeitpfeil noch weiter zurueck auf: Antike und einen passenden historischen Begriff: Palimpsest. Mit ihm wird die Tilgung von Text und die Neubeschriftung aus Sparsamkeitsgruenden bezeichnet. Hier steht er, fuer einen ins Bild gesetzten KunstKommentar zum MOLA-Prinzip. Die Idee, dass das Bild "der Einen" schon nach kurzer Zeit von "der Anderen" ueberarbeiten zu lassen, wird als Konzept ins Konzept gesetzt. Die Kuenstlerin tilgt und beschriftet neu - aus kuenstlerischen Gruenden.


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Die aktuelle Version des MOLA-Projektes ist ab dem 20. Jan. 02 vor Ort im Institut zu betrachten.

das Panorama ... 6. 61 x 2. 88 Meter ... die Phase 03 des MOLA - Projektes ist durch Ulrike Haussen / Paris konzipiert, sie hat die Gestaltung des 19 qm grossen Panoramas ueber das Internet delegiert.

Woanderssein ... Vor ein paar Jahren ist Ulrike Haussen von ihrer Heimatstadt Hamburg nach Paris gezogen. Die Liebe zu dieser kunstgeschichtlich bedeutsamen Stadt hat sie dazu verleitet. Mit dem Umzug in die Metropole musste das Leben neu organisiert, Wohnung und Arbeit gefunden werden. Die grossen Kunstmuseen waren die ersten Orientierungspunkte. Zur Zeit arbeitet sie in einer Bildagentur, ein wichtiger Bereich ist die historische Fotografie. Ihre erste Unterkunft hat sie bis heute beibehalten.

Beschreiben ... Das Zimmer zur Untermiete ist teilmoebliert und "halbwegs" von ihr eingerichtet. Von dort "draussen", aus Frankreich, sendet sie Briefe, Fotos, Texte ueber ihre Erlebnisse und Kunstereignisse nach "innen", zu Freunden, dorthin, wo sie herkommt: "Das Beste an meinem Zimmer ist die Aussicht: Paris - unspektakulaer, ohne beruehmte Monumente. Aber hinter den Hochhaeusern, am nahen Horizont, fliesst die Seine - zumindest weiss ich das. Und wenn die anderen Haeuser nicht waeren, koennte ich den Eiffelturm sehen, wenn ich mich nach rechts aus meinem Fenster lehnte. Das Zimmer selbst ist sehr hell. Es sind nicht meine Moebel. Ich moebliere es mit kleinen Dingen im Buecherregal. Ich darf keine Bilder an die Wand haengen, wegen der Nagelloecher. Von meinem Bett aus schaue ich auf die kahle Wand."

Uebertragen ... Mit ihrem Konzept zum MOLA-Panorama bringt Ulrike Haussen aus Ferne und Internet private Naehe ins Bild: Sie zeigt, wie sie wohnt - als Planspiel. Das Panorama wird per e-mail und paintprogram zum Grundriss umfunktioniert. 1:1 uebertraegt sie die Massgaben ihres "fremden" Zimmers. Durch die eingezeichnete Plazierung der Gegenstaende wird die Bildwand in bezug zur menschlichen Koerper- und MoebelGroesse gesetzt. Der Bildraum wird verkippt. Man blickt von oben auf die Flaeche, gleichsam, ueber dem Zimmer schwebend. Die vorherigen Arbeiten von Lore Hoener und Ellen Wolff bilden die kuenstlerische Basis und werden mit einem Teppich abgedeckt. Aus der grauen Auslegware differenzieren sich waehrend der Realisation am Computer und in der Tat vorort die Farben, sie springen wild auseinander.

Erinnerungen ... Ein turbulentes FleckenTupfenMuster ziert den Boden des imaginaeren Zimmers. Aus wiederholten Formen scheint sich eine Laufspur zu ergeben. Sie fuehrt vom Schrank, um das Bett herum, zum Schreibtisch, zum Sessel, am Buecherregal entlang zum Fenster und zurueck. Die Darstellung der Moebel orientiert sich an vorgefundenen Haltepunkten. Sie werden in Groesse, Form und Plazierung an den bierdeckelgrossen Kreisen ausgerichtet, die die Vorgaengerin hinterlassen hat. Der Betrachter koennte nun auf die Idee kommen, sich à la lettre in das Bild hineinzuversetzen, um sich bspw. an den Ausmassen eines franzoesischen Betts zu ueberpruefen. Allein, nicht nur die Horizontale zum tatsaechlichen Betreten und Beliegen der einrichtungstechnisch abgemessenen Flaeche wird verweigert - eigentlich ist es: ein ganz abstraktes Bild.


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Die Version 02 des MOLA-Projektes war vom 6. Jan. 02 vor Ort im Institut zu sehen.

das Panorama ... 6. 61 x 2. 88 Meter ... die Phase 02 des MOLA - Projektes ist durch Lore Hoener / Goettingen eingeleitet, sie hat diese Ansicht des 19 qm grossen Panoramas gestaltet.

AufSicht ... Mit einem Kreismotiv hat Lore Hoener das MOLA-Panorama ueberzogen. Sie greift damit das Material des Wandbildes auf: Schallschluckende Lochplatten. Fuer die Vergroesserung der Loecher hat die Kuenstlerin den Umrechnungsfaktor 25 gewaehlt. Durch zweifachen, weisselnden, unregelmaessigen Farbauftrag entstehen zwei Kreisfiguren. Zunaechst treten in serieller Reihe kleinere - etwa bierdeckelgrosse - Punkte hervor. Dann entsteht ein, das Format in der Hoehe fuellender, Kreis von ca. 2,80 m Durchmesser. Die Aussenlinien der Formen sind unregelmaessig. Der Farbauftrag wirkt wie ein nichtdeckender Voranstrich.

DurchSicht ... Der grobe Ueberstrich laesst den dunklen Untergrund und die feinen Linien Ellen Wolffs durchscheinen. An manchen Stellen verbindet sich der Pinselstrich wie durch Zufall mit der Textur des vorherigen Werks. Dadurch, dass Hoener das Muster und die handelsuebliche Ausgangsfarbe des Konstruktionsmaterials der Panoramawand aufgreift, nimmt sie eine Renovierung vor. Dieser Gestus zeigt sich an den fransigen, verwischten Kanten und Kleberesten am Bild. Die scheinbar vorlaeufige Instandsetzung oeffnet das Panorama fuer den nachfolgenden Kuenstler.

Distanz und Naehe ... Verlaesst man bei der Betrachtung die Oberflaeche, so kann man, wie durch eine Lochmaske, auf den Hintergrund blicken. Freie, unberuehrte Stellen werden ausgestochen und treten hervor. Gleichzeitig wird - durch das nur noch punktuelle Vorhandensein - der Abstand zum Ausgangsbild vergroessert. Folgen die Betrachter der naechsten Vergroesserung, so sehen sie, wie durch einen zweiten Anstrich: der grosse Kreis entsteht. Sie entfernen sich auf eine weitere Betrachtungsebene. Die naechste, uebernaechste und ueberuebernaechste Vergroesserung ist vorort nicht darstellbar, nur vorstellbar.

RueckSicht ... Dramatisch virtuell gesprochen: Unueberblickbare immer groesser werdende Loecher ueberragen den Betrachter und entfernen sich von ihm. Oder kommen sie auf ihn zu und ziehen ihn als kleinste Ausgangspunkte auf einer imaginaeren 3D-Achse zurueck ins Bild? Statt derartig plastischer Sogwirkungen tritt bei der Rezeption allerdings, bedingt durch die Machart, die technische Arbeitsebene in den Vordergrund: abgemessenes, schrittweises Vergroessern und Freilegen durch verdichtendes Ueberstreichen.

So bleibt der Blick von einem Kreis zu anderem, unterschiedlichen haengen. Dem in sich selbst zurueckfuehrenden Zeichen moechte man hier nicht zuschreiben, es stuende fuer die Einheit des Absoluten und der Vollkommenheit, es waere ein Symbol des Himmels im Gegensatz zur Erde oder des Geistigen im Gegensatz zum Materiellen. Oder wird mit dem Spirituellen kokettiert, was auch in einer schallschluckenden Platte liegen koennte? So gesehen wuerden ironischerweise kleine Loecher, die Geraeusch zu schlucken haben, durch ihre symbolische Vergroesserung geradezu toenend, zu vielstimmigen, riesigen Lautsprechern - waere da nicht das nuechterne Konzept.

----- Original Message -----
From: "W.Schuermann" schuermann@fh-aachen.de
To: "Institut"
Sent: Friday, January 04, 2002 5:16 PM
Subject: Re: MOLA Lore Hoener
Sie sollten sich unbedingt mal die frühen Lochplattenarbeiten von John Armleder aus den 80er Jahren anschauen, der hat schon einiges vorweggenommen.
gr / WS


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das MOLA - Panorama vom 16. Nov. 01 bis zum 5. Jan. 02 im Institut der KunstForschung

das Panorama ... 6. 61 x 2. 88 Meter ... Phase 01 des MOLA - Projektes, die erste Dokumentation zeigt ein fuer diesen Ort entstandenes Werk von Ellen Wolff / Helmstedt.

Linie an Linie ... Die bildende Kuenstlerin Ellen Wolff versteht sich als Zeichnerin. Fuer das 18 qm grosse Panorama des MOLA (Museum of Living Artists) hat sie also eine Zeichnung konzipiert und als Line-Line-All-Over ausgefuehrt. Ausgehend von einer ersten, wiederholten, immer wieder gleichen Geste des Ziehens einer vertikalen Geraden entwickelt sich das Bild. Bei den freihand gezogenen Linien werden durch die Konzentrationsfaehigkeit der Kuenstlerin, ihre Haltung von Hand und Koerper, ihre Atmung Abweichungen sichtbar. Ellen Wolff geht diesen "Fehlern", beziehungsweise der evozierten Variation des Ideals einer geraden Linie, nach und setzt sie in Reihe fort.

Ausdifferenziertes Bild ... Sie erzeugt ein Tableau der In-Differenz von immer gleichen und doch nicht gleichen Linien. Bleibt man bei der Vorstellung einer Ursprungslinie, von der ausgehend sich alles fortsetzt, zeigt sich das Muster einer Wiederholung.. Aus der Differenzierung entsteht mit der Zeit im Arbeitsprozess, also auch im kuenstlerischen Betrachten der eigenen zeichnerischen Gesten, das komponierte Bild.
Um zu erfahren, wie sich die Kompostion entwickelt, koennte man Linie fuer Linie betrachten. Beim Abscannen oder Nachspueren kann verfolgt werden, wie sich die Haltung beim Zeichnen veraendert, im: Ansetzen, Durchziehen, Absetzen, Anhalten, Weitergehen. Nah an der Linie verliert man das Ganze aus den Augen. Verirrt man sich im Bild wird die unterschiedliche Farbintensitaet der Linien deutlicher, von weiss bis weisslich mit der dunklen Untergrundfarbe sich vermischend graeulich - dann wieder weiss.

Ueberblickt man das ganze Format tritt ein weiterer malerischer Aspekt hervor, der dunkle, farbige Hintergrund. Ellen Wolff sieht hier eine malerische Landschaft, die sie an jene draussen vor den Fenstern erinnert, eine landschaftliche Malerei, mit der sie sich kuenstlerisch auseinandersetzt. Die eigene Zeichnung soll schliesslich als kuenstlerische Setzung den vorgefundenen Grund dominieren.

Illusionen ... Schaut man mit Abstand auf das Panorama sieht man einen Vorhang. Die Darstellung von Faltenwuerfen, Draperien oder Gewaender hat Kuenstler schon seit jeher interessiert. Mit der Darstellung von Tuch kann Plastizitaet unterstuetzt, die Dynamik der Bewegung von Koerpern in der Luft betont, die Dramatik eine Szenerie herausgestellt werden. Hierfuer stehen: Prachtvolle Kirchengewoelbe, barocke Malerei, Rembrandt, Rubens, Christo...

Wie entsteht aber der Eindruck, die Kuenstlerin haette hier einen Stoff entworfen, wuerde Textiles darstellen wollen? Zunaechst durch das Hell Dunkel von Linie und Untergrund, wird Raumtiefe, MehrDimensionalitaet oder ein Relief wahrgenommen. Um eine Illusion zu verstaerken genuegt die Nachfrage: "Sehen Sie das auch?" Mit der Bestaetigung zeigt sich der Zwang zum Naturalismus, immer etwas erkennen zu wollen, wenn schon keine Gestalt, dann wenigstens Materialitaet. Das Erinnerungsvermoegen wird gereizt, Assoziationen werden frei: Die Topologie der Faltenwuerfe; Ein Vorhang zur Eroeffnung des MOLA-Projekts; Der Schleier vor dem Bild; Der halbverhangene Blick steigert die Schaulust; Ein Luftzug, faehrt durchs Gewand und zeigt das Dunkle;.... Phantasieren bis zum Titel: Gestreifte Nacht.

Jedoch: handelt es sich nicht um die Darstellung eines Tuchs. Konzeptionell ist die Wahl des Zeichengeraets entscheidend. Es ist weisser Edding.

Dr. Ana Dimke © + verantwortlich fuer die MOLA-Site 2002


Scrollheim .. KunstForschung .. Museum.of.Living.Artists .. Duchamp .. General-Idea .. RedGreenBlue .. The.Making.of .. GetYourShock .. Random+Rollover

Institut fuer KunstForschung / Redaktion Scrollheim Museum of Living Artists / MOLA, KunstRaum, LehrBar, Schrift, Sendung, MediaProduktion, Internet + CD-ROM, ISSN: 0939 - 9224 ... Informationen zu Organisation, Copyright und den Referaten: ... Redaktion Scrollheim



Top ....... KuenstlerTheoretische Aspekte:

MOLA / Museum_of_Living_Artists

ein intermediales PanoramaProjekt mit 7 Kuenstlern in 7 Phasen

Zum MOLA Projekt sind Kuenstlerinnen und Kuenstler mit divergierenden Kunstauffassungen eingeladen, nacheinander im Abstand von 14 Tagen ein 19 m² grosses Panorama zu ueberarbeiten. Dies geschieht entweder in tradierter Weise vor Ort im Institut fuer KunstForschung Hann. Muenden oder aber medial per Internet. Die einzelnen Stationen koennen unter: www.MOLA.kunstforschung.de nachvollzogen werden.

01 Ellen Wolff 16.11.01 (Helmstedt)
02 Lore Hoener 6.1.02 (Goettingen)
03 Ulrike Haussen 20.1.02 (Paris)
04 Christel Irmscher 3.2.02 (Goettingen)
05 Ute Gruenwald 17.2.02 (Goettingen)
06 Michael Lingner 3.3.02 (Hamburg)
07 Karl-Friedrich Horn 17.3.02 (Hamburg)

An den sonntaeglichen Vernissagen wird der jeweilige Projektabschnitt in eine Rede gesetzt und danach diskutiert. Der Text zum kuenstlerischen Ansatz ist auf der website der entsprechenden Panorama-Abbildung zugeordnet. Wie in einem Archiv kann sich der Betrachter dort die einzelnen Stadien dieser kleinen KunstGeschichte vor Augen fuehren - sie ist damit symbolisch und real zugleich. Das Panorama vor Ort ist dagegen nur fuer kurze Zeit in seinen Ueberarbeitungsformen zu erfahren.

Die KuenstlerInnen stellten sich den konzeptionellen Vorgaben des Ausstellungsprojekts: zweidimensionale Ueberarbeitung des Panoramas unter Beruecksichtigung der medialen Umsetzung, kurze Ausstellungsphase vor Ort.

Gefragt war ein aesthetisches wie taktisches Vermoegen den jeweiligen status quo zu ueberwinden, ihn als Material zu begreifen - und weniger eine destruktive Haltung, die nur die eigene Setzung im Blick hat, sollte das Panorama erneuern.

Tradierte und zeitgenoessische kuenstlerische Fertigkeiten zeigen sich bei der Umsetzung vorort, in der Faehigkeit ein Grossformat bewaeltigen zu koennen. Agieren die KuenstlerInnnen ueber das Internet (Haussen, Lingner, Horn) so muessen sie eine mediale Vorgabe, eine Grafik als raumfuellendes Panorama imaginieren koennen.

Was ist nun das Spannende am MOLA-Projekt? Aufregend ist jedes mal wieder, der sich in bezug auf die Ueberarbeitungen einstellende Stress - denn letztlich laesst sich doch kein Kuenstler gerne sein Werk in einem ungewissen, fremden Sinne uebermalen.

Neu an MOLA erscheint die gleichrangige Nutzung des lokalen KunstRaumes vor Ort und der virtuellen KunstLokalitaet des Internets. Befremdlich und amuesant zugleich, ist die Vorstellung, dass eine Kuenstlerin ihre Arbeit per e-mail und paintprogram ueber das Internet delegiert, sie aber nie "als Original" vor Ort erlebt. Ulrike Haussen steht in Paris nur die ins Netz zurueckgegebene Abbildung als JPEG-Version zu Ansicht und Verfuegung.

Fuer Kuenstler wie Publikum gibt es drei Zugangsweisen: der Besuch des Kunst-Raums, der Zugang via Internet, die Kombination von beiden. Letztere Moeglichkeit eroeffnet den neuartigen BetrachterStandpunkt. Sichtbar wird, einerseits: was sich durch die mediale Umsetzung verschiebt und veraendert, bspw. die schiere Groesse als Raumwirkung (ueber 6 Meter Laenge und fast 3 Meter Hoehe), die im Netz grafisch nicht erscheint; andererseits: die mediale Moeglichkeit Vergangenes aufzurufen und einzelne Stadien vergleichen zu koennen, ist beim materialen Bild vorort verwehrt. Ueberhaupt bleibt nur die letzte Version dauerhaft erhalten.

Die Ausstellungsreihe ist ein kuenstlerisches wie kunstwissenschaftliches Experiment zum Thema: Werkcharakter und Medialitaet.

MedienTheoretische Aspekte:

Kunst am Ende der Klassifizierung eines Mediums

A.) In der Spezifikationphase eines (technischen) Mediums beziehen sich die kuenstlerischen Anstrengungen auf die Moeglichkeiten des zu erforschenden Mediums und oft sind sie gleichzeitig gegen die vermeintlichen Machthaber des medialen Systems gerichtet.

Bei der partisanenhaften Eroberung des Netzes, fuehrten die AngriffsStrategien letztlich dazu, dass das System der oekonomischen Nutzung strukturell verbessert und augenblicklich abgedichtet wurde, wie die HackingAttacke des Chaos-Computer-Clubs bei der Deutschen Bank zeigte. Hier wird deutlich, dass subversive Herangehensweisen nur SekundenKunst entstehen lassen.

Ausnahmen bestaetigen die Regel, eToys gegen etoy. Eine Markenmacht wurde per public destruiert, indem die Netzpiloten ihre Namensgebung nicht preisgaben.

B.) Nach der Dekade der Spezifikation des Netzes, die durch politisch motivierte Aktivisten, Artisanen getragen wurde, besteht die Moeglichkeit (analog zur Entwicklung der Fotografie) das Medium aus der Sicht der Bildenden Kunst zu verwenden - jenseits von sogenannter NetzKunst oder NetArt.

Die Fotografie hat sich seit Ihrer Erfindung durch Niépce und Daguerre im besonderen mit den Spezifikarecherchen von Muybridge, Nadar, Brady, Hine, vom Medium emanzipiert, so dass Kuenstler wie Warhol, Foerg, Sherman, Hockney, Ruff, die das Medium verwenden, wie gerade wollen, wohl kaum auf die Idee kommen wuerden, sich FotoKuenstler zu nennen.

Die reale Moeglichkeit, die virtuelle Wirklichkeit besteht, in der sich bildende Kuenstler im und mit dem Internet arbeiten, ohne dem Club der NetzKuenstler anzugehoeren. Binsenweis nachgehackt bedeutet dies: "Kunst im Netz ist = Netzkunst" und ist gleichzeitig die missverstandene Version des Statements: "Es gibt keine schlechte oder gute Kunst, es gibt nur Kunst oder eben keine Kunst". Der Gegensatz zwischen NetzKunst und Bildender Kunst ist obsolet. Die Realitaet der Bilder im Internet als dumme Idee der GaleristenKuenstler im Netz ist damit allerdings nicht zu retten.

C.) Mit dem Projekt MOLA (museum of living artists) werden diese theoretischen - also unaesthetischen - Einschaetzungen als Differenz der Indifferenz aufgegriffen, um sie kunstforsch mit dem State of the Art dogmatischer Beschraenktheiten abzugleichen. Die politische Korrektheit der NetzKunst, die sich mit der notwendigen Spezifizierung des Mediums Internet eingestellt hat, ist vom Verschwinden bedroht, sollte hier aber nicht zum Problem gemacht werden.

Die theoretischen Bedingungen, der verrueckte Blick und die variable Nutzung des Netzes fuehren zu einem gerade zu klassisch anmutenden Werk als Panorama von 19 qm Groesse, an dem nacheinander sieben KuenstlerInnen gearbeitet haben.

Im besonderen entdeckt man die Originalitaet dieser Arbeit der Living Artists in Konzeptionalitaet, Kuenstlertheorie, Reproduktion, Kopie und der Version im Netz.



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